Seit 1971 bestand eine provisorische Einrichtung im alten Neustifter Polizeihaus, die dann 1972 ins alte Medizinische Krankenhaus verlagert wurde.
Am 7. Januar 1974 begann für insgesamt 30 Menschen mit Behinderungen das Arbeitsleben in der neu erbauten Werkstatt in der Gartenstraße.
Die Werkstatt in der Gartenstraße bot nunmehr für insgesamt 100 meist geistig und mehrfach behinderte Menschen aus dem gesamten Landkreis Freising einen wie man damals sagte "beschützenden" Arbeitsplatz.
Bereits im Jahre 1976 waren von den 100 vorhandenen Plätzen 86 belegt. Auch die behinderten Mitarbeiter aus dem Landkreis Erding besuchten die Einrichtung in Freising und
mussten lange Anfahrtswege in Kauf nehmen.
Im Januar 1977 wurde in Kirchasch (Landkreis Erding) in einem alten Schulhaus eine provisorische Werkstatt in Betrieb genommen.
1978 wurde bereits mit der Planung und dem Bau einer neuen Werkstatt in Erding am Standort Siglfinger Straße begonnen. Am 1. Dezember 1980 konnte der Neubau mit 110 Plätzen für die behinderten Menschen des Landkreises Erding seiner Bestimmung übergeben werden.
Es war ein großes Anliegen der Eltern, der Vorstände und Mitarbeiter, neben den angebotenen meist industriell ausgerichteten Arbeitsplätzen in Freising und Erding auch "andere" Arbeitsmöglichkeiten anzubieten.
1986 wurde in Burgharting im Landkreis Erding ein landwirtschaftliches Anwesen erworben und in eine Gärtnerei umgebaut. Es konnten insgesamt 30 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.
Aufgrund der Zahlen der Entlassschüler der Fröbelschule in Freising zeichnete es sich ab, dass die vorhandenen Plätze in der Gartenstraße nicht ausreichen würden. 1988 wurde mit dem Erweiterungsbau begonnen. 1991 standen dann für insgesamt 190 Menschen Ausbildungs- und Arbeitsplätze zur Verfügung.
Am 01.01.1992 wurden die bestehenden Werkstätten in Erding, Freising und Burgharting in die Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH umgewandelt. Die Lebenshilfe Erding e. V. und die Lebenshilfe Freising e. V. sind gleichberechtigte Gesellschafter. Dem Geschäftsführer übergeordnet ist ein Verwaltungsrat, in den jeder Gesellschafter 4 Mitglieder entsendet. Der Verwaltungsratsvorsitz wechselt alle 2 Jahre zwischen den Gesellschaftern.
Anfang der 90er Jahre konnte man feststellen, dass der Anteil sehr schwer behinderter Menschen bei den Neuaufnahmen zunimmt.
Für diesen Personenkreis entstanden unter dem so genannten "verlängerten Dach" der Werkstätten besondere Einrichtungen:
1994 eine Förderstätte mit insgesamt 13 Plätzen in einem angemieteten und umgebauten Bauernhof in Kleinbachern (Stadtgebiet Freising),
1995 eine Förderstätte mit insgesamt 8 Plätzen im Anwesen der Werkstatt in Erding.
Im Frühjahr 1999 konnte auf dem Gelände der Werkstatt in der Gartenstraße eine Betriebshalle
fertig gestellt werden. Hier werden Aufträge mit intensivem Platzbedarf abgewickelt, z. Zt. wird hier der Elektronikschrott aus den Wertstoffhöfen des Landkreises Freising zerlegt.
Zur Zeit arbeiten insgesamt über 300 Menschen mit Behinderungen in den Einrichtungen der
Werkstätten für behinderte Menschen
Einrichtungen der Lebenshilfe Erding und Freising GmbH.
Ca. 80 Personen stehen für Betreuung, Großküche,
Hausdienste und Verwaltung zur Verfügung. Zivildienstleistende
und Praktikanten helfen bei der Betreuung und Förderung der behinderten Menschen.
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